Ralf´s Hommage ans Leben.....Wenn man eine Tür in eine andere Welt betritt.... Wo man Räume von Licht,von Schatten,von Tränen,von Hoffnung,von Niederschlägen und doch fernab einer Norm durchwandert verschwinden Raum und Zeit.Ein Schicksalsschlag nur und es wird nie mehr wie es mal war...Bilder bleiben,Worte bleiben ,vermitteln eine Geschichte !! MEINE !! .....unzensiert,ehrlich und vor allem authentisch NAH....Lebt dieses Leben intensiv mit all seinen Sinnen.Ihr habt nur dies eine.Meine Hoffnung allein erhält meinen Wunschwundertraum,es gibt sie...noch?!......my Diary cries.....

Bin ich ein Versager ?......Nein,Ja...das bin ich (nicht)...

...gängige Klischees mit den unsichtbaren Handicaps der MS zu bewältigen ist weitaus mehr,als mit angezogener Handbremse ein Leben einigermaßen aufrecht erhalten zu können. Lebensqualität ???, Feinmotorik sinkt in wichtigen Bereichen und muss schon meinem linken Fuß oft nachhelfen ihn Hoch zu nehmen. Fällt öfter ungewollt runter und das ist ein Zeichen, das zuviel an den Nervenbahnen angefressen und zerstört ist. Der Abbau schreitet unaufhaltsam weiter…… ist verrückt wieviel kleine Dinge im täglichen Leben doch Einfluss nehmen und man so nach Wegen sucht wie man es ausgleichen kann…….

 

09.2017: Manchmal muss man eben weite Wege gehen, um die eigne Nähe wiederzufinden.

Das hat mich etwas gelehrt……… …. zu viele, die mich in ihr Schema pressen wollten…nur nicht in meines. Ich habe so oft Nachts am See gesessen,habe bitterlich geweint,geflucht und nach Auswegen gesucht.Man reduziert seine Bedürfnisse auf ein Minimum.Vor 11 Uhr Mittags wird man mich nicht im Wachzustand vorfinden. Wenn du oft gefesselt bist und nicht mehr für ein "ins Leben" gemacht bist...........bleibt nur Rückzug.

Über das, was war. Und das, was bleibt und über das was ist............

 

Dieser  „ungewollte Autoimmun-Tod“ war für mich die vollständige Zerstörung meines Lebensentwurfs. Alles, worauf ich hingearbeitet, gehofft/geglaubt hatte, war vernichtet. Ich habe Jahre gebraucht, um damit einigermaßen fertigzuwerden und bin noch heute dran. Heute, mit viel mehr zeitlichem Abstand, weiß ich, dass manche Dinge meinen Rucksack mehr Füllen als Leeren. Es gibt vieles worauf wir keinen Einfluss haben, aber ich kann doch beeinflussen wie ich damit umgehen will ………….

 

Ich war Allein in allem, musste alles allein Bewältigen und keiner war da. Augestoßen,vergessen,beschämt,verdrängt,gedemütigt,verleugnet.

Sie haben mich eigentlich den Wert der Freiheit gelehrt. Phantasie beflügelt, Mut geweckt, mich gelehrt im Schmerz zu wachsen. Sie haben mich etwas stärker gemacht und sie haben mich wachsam werden lassen.

 

-In den Kliniken...

-bei den OP’s…..

-bei manchen Personen....

-bei manchen Ämtern....

-bei der Bewältigung der Krankheit…

-zu Geburtstagen, zu Weihnachten, zu Ostern…

-bei den täglichen Herausforderungen…

 

Wenn es einem gut geht, wenn man noch dazu gehörte.....Dann sind sie da. Wenn alles machtlos wegbricht, trennt sich Spreu vom Weizen. Dann bist du allein…..allein, allein und wieder allein…….….Nach und nach wenden sich die Menschen ab. Aus den Augen, aus dem Sinn...............so läuft das wenn man Fällt.

 

Ich wurde zu einem zerrissenen "Stillleben" mit oder besser für einen gewissen Selbstschutz,stehe mir mit Distanziertheit ja nicht selbst im Weg. Alles OK so....

Für diese Lehrstunden bin ich bereichert worden…

meine feinen Antennen haben versucht manchen mentalen Schmerz auszublenden.........

 

-Denen, die mich beim Torkelgang abfällig behandelten

-Denen,die mich mit ihren Augen und Art beschämt haben

-Denen, die nur Symptome behandeln, aber nicht die Ursache

-Denen, die mich beschimpft haben, wenn wegen der Feinmotorik Geldstücke beim Bezahlen runterfielen

-Denen, die mir nicht helfen wollten beim handschriftlichen Ausfüllen bei Ärzten etc.

-Denen, die mir die ausgestreckte nach Hilfe bittende Hand ausschlugen

-Denen, die mich in den Kliniken nur mindestversorgt haben

-Denen, die mich als eh austherapiert sehen und nur minimal Hilfe gaben

-Denen, die mich als Junkie betiteln….obwohl es ein med. Monitoring meiner Schmerz  Palliativ-Behandlung darstellt auf den ich liebend gern verzichten könnte

-Denen, die mir rieten in den Rolli zu wechseln, anstatt weiterzukämpfen beim Gehen

-Denen, die mir das Pflegeheim andrehen wollten, aber vergaßen das es dort klare Strukturen gibt die nicht zu meinem Leben passen

-Denen, die mir kriminelle Wege aufzeigen wollten, indem ich umsteige auf Cannabis Rezepte und dann an sie verkaufe

-Denen, die nicht verstehen das ich nur 4,80€ tgl. zum Überleben habe

-Denen, die wissentlich ausgeblendet und weggeschaut haben

-Denen, die nicht erkennen können was es heißt mit Schmerzen zu Laufen und ich einfach nicht mehr alles kann

-Denen, die nur die MS sehen, aber nicht die anderen von ihr zerstörten Bereiche

-Denen, die nur oberflächlich raten,aber nicht verstehen können

-Denen, die Alleinsein mit Depression gleichsetzen, anstatt den Schutz meinerseits durch äußeres zu verstehen

-Denen, die nicht an mich geglaubt und mich abgeschrieben haben

-Denen, die mich verletzt haben.

 

„Starte irgendwo und von dort aus werde stetig etwas besser"......ist einfach und schnell gesagt.

Wäre das Leben so leicht, wenn ich nicht alles für wichtig halten würde?. Das klingt auf den ersten Blick doch toll >> weniger Grübelei, weniger Selbstvorwürfe, weniger Bedenken und weniger Sorgen………einfach keine Erwartungen mehr haben.

 

Ich habe mich selbst verfangen in einem Netz aus Zweifeln, Hoffnungen, Erwartungen und Ansprüchen an und gegen mich selbst. Und hat mir so oft die eigne Luft selbst abgeschnürt. Wie verhält sich denn jemand, der etwas erhofft……und doch weiß, das er wieder erneut eine bittere Enttäuschung erfahren kann?.

Vielleicht hängt alles nur daran, die Dinge so „Sein“ zu lassen wie sie nunmal sind. Und wenn ich mal wieder zitternd meine Kaffeetasse zum Mund führe, ist das eben so .Der Kaffee schmeckt mit oder ohne Zittern und so ist das in vielen Bereichen meines Versuchs von täglichem Lebenszeit abringens. Und so nehme ich euch weiter mit auf eine Reise, die grad meine innere Leere/Melancholie widerspiegelt.

Und die Gedanken, die ich in anderen erkenne und leider oft auslöse wenn ich an guten Tagen durch die Gegend wanke, bleiben doch tief haften in mir. Deren Achtsamkeit/Wertschätzung zeigt nur ihre eignen Defizite, aber nicht meine.

 

Dann sind eben Peinlichkeit ein alter Freund, der mich mal wieder besucht und sich bei und in denen zu erkennen gibt.

Ihr könntet über mich tuscheln,mich vorverurteilen. Das ich nun mal wegen dem Unheilbar zum Statisten degradiert wurde, das kann ich nicht ändern. Kann es nicht mehr aus eigner Kraft zum positiven umsteuern. So gern ich das auch möchte. Unbekümmert, etwas freier….ja, da würde ich gern wieder hin.

 

Der Volksmund sagt: „Das Gesicht ist der Spiegel der Seele.…….Ja, Augen haben Macht ,mehr als man denkt. Sie können Freude schenken , sie können verletzen aber vor allem können sie eines :  Täuschen……

Zumindest werden die Pfeile, die andere auf mich schießen nicht mehr so treffen wie vor Jahren noch. ………Ich war lang genug schutzloses Ziel. Ein beschwerliches und sehr sehr einfaches Leben JETZT, aber es ist MEIN eignes LEBEN. Da muss ich wieder hin...mit Restglauben.

 

„My Flow“. Ich gehöre nun zu denen, über die man abfällig sagt : Er ist vielleicht grade nicht ansprechbar. Ist vielleicht in seiner eigenen kleinen Welt……doch zuerst ,versucht er mit seinen bescheidenen Ressourcen ein wenig Lebenswertes für sich zu erschaffen.

Also, alles wird gut…………??.Ja, für die,die mich von vorn betrachten  :-).

Und so belügt man sich und versucht diesbezüglich sein ICH beruhigen. Irgendwie !!....trügerische Versprechen,gekreutzte Finger...............

 

Und heute, heute drehe ich mich nach Jahren ohne das mich jemand brauchte langsam um……….traurig,kraftlos,hilflos,ratlos, verbittert, doch ich muss meinen inneren Frieden versuchen wiederfinden bevor ich ganz daran kaputt gehe. Mögen das andere als Egoismus betiteln……aber das ist mir egal. Die Hoffnung am Leben noch teilnehmen zu können,hat sich trotz Internet leider nicht erfüllt.Und das traf hart,richtig hart. Viel viel zu lange hatte man die Chance zu mir, doch diese nahm man nicht wahr. Meine Versuche auf meine 2 zuzugehen......nicht weitergeben,wie immer .Ich habe ihnen höchstmögliche Freiheit gegeben. Sie nicht bedrängt, nichts eingefordert um ihnen viel Luft  gelassen. Hätte mir gewünscht, das wir wenigstens etwas Kontakt per Mail oder Telefon aufrecht erhalten können.

 

Aber nun ja…..kurzum, ich bin daran längst zerbrochen….Und so, so kümmere ich mich weiter um mich allein nach 390 Tagen ohne ein Wiedersehen.Wenn man nicht mehr gebraucht wird, stellt man dies oft viel zu spät fest. WEIL man es nicht erkennen wollte,weil man es verdrängte und nicht sehen wollte....nicht wahrhaben wollte.Vielleicht auch gut,denn es wäre eh auf ein erschrecken beim Treffen drauf ausgelaufen.....das kann schon wehtun, wenn der Papa nen "Zombie" geworden ist.......mit weiter steigenden Beeinträchtigungen.Ein beschämter armer Müll-Vater,der nicht mal seinen Kindern was schenken kann. Auf so einen Clochard kann man echt verzichten.

 

Der Relaunch meiner Homepage kommt Anfang 2018...

Dann gehen alle Seiten mit den Kids aus einer gemeinsamen Vergangenheit komplett für immer raus.Keiner, keiner kann mir so viele wundervolle magische Augenblicke mit meinen beiden nehmen. Sie sind auf ewig in mir……….und ich weiß nur zu gut wie salzig Tränen schmecken.Die falsche EX Frau „ Nellifer“ mit ihren Spielen hat tiefe Keile zwischen Kids und mir getrieben. Ich merke es oft genug, wenn ich zum Geburtstag oder Weihnachten ihnen etwas Kleines überwies. Mühsam und hart vom eignen Mund abgespart bei meiner Mini-Rente…..es kam weder ein Danke, weder eine Mutmachmail mal zwischendurch. Es kam nichts…..und das zeigt wie tief beide instrumentalisiert wurden und werden……… meine Achillesferse Kids wurde zum Verhängnis und folterähnlichem mentalen Tot zu gleich, weil man wusste das ich dort verletzbar bin.

 

Meine Kids und früher der Sport war immer mein gemeinsam Daheim/Zuhaus. ……..ein  Teil meines Ichs…Sie gaben mir Halt, Wärme und Geborgenheit. Heute falle ich nun  zurück um mich wieder neu auszurichten, mich zu schützen. Nachdem ich nun kein Zuhaus mehr habe, sickert  langsam meine vergangene Natur durch. Einzelgänger wenn es um bewältigen geht. Genauso wie schon bei Edward Hopper und Erich Nolde ist nach dem Verlust  Gemeinschaft auf längere Sicht ein Greul und Gefängnis zugleich. Für mich ist gute Natur Stille, Sicherheit, Vertrautheit, Wohlfühlen…….die Stadt ist ehr Tempo, Laustärke ,Stress, Gestank und ein Massiveingriff im gelenkten Konsum. Ach was braucht man wirklich um sich immer innerlich wohlzufühlen?……….

Freiheit, in einer Umgebung von „Angekommen“.Ich weiß es für mich genau.....sehr genau.Ich brauche nicht so viel, könnte auf nem Wohnmobilheim an der Ostsee klarkommen. Mein Traumzuhause hat grad mal 52qm reine Wohnfläche.Ich brauche nur erreichbare gute passende Kliniken in der nahen Umgebung.

 

Vielleicht hat sich ja auch was auf meiner Zuhause-Suche bis dahin getan,schön wärs auf jeden Fall. Es ist so auch egal wo ich wohne,ob Berlin,Bodensee,Rügen oder Mittenwald........allein bleibt allein.Wenn ich die monetären Mittel hätte......wäre ich längst weit weit weg.

 

All das ist uninterressant geworden wenn ich nur das letzte Jahr rückblickend betrachte. So wahre ich Gesichter trotz meiner Enttäuschung und kann den Strich druntermachen was das Thema Wertschätzung betrifft. Vielleicht endet dann auch das fiese Kopfkino wenn man sich selbst martert und nach Gründen sucht warum. Fange so langsam die neuen Skripte an. Kann dann so innerhalb von1 Std die "Alten Seiten/Bilder" löschen und die vorbereiteten neuen so einbauen. Es tut weh.......es war nicht meine Entscheidung.

 

 Die Hoffnung, langfristig nahezu schmerzfrei bleiben zu können.........

 Hoffnung, mit den Symptomen der Krankheit einigermaßen umgehen zu können;

 Hoffnung, auf gute Stunden, die man genießen kann;

 Hoffnung, lange selbst mitentscheiden zu können;

 Hoffnung, mit mancher Wahrheit behutsam konfrontiert zu werden;

 Hoffnung, auf ein friedliches Sterben;

 Hoffnung, nicht allzu viele Zwangsfastentage zu durchlaufen;

 Hoffnung, einmal noch auszubrechen und neu anzufangen;

 Hoffnung, Wichtiges noch erledigen zu können;

 Hoffnung, seinen Aufgaben noch ein wenig gerecht werden zu können;

 Hoffnung, noch ein paar gute Augenblicke zu haben;

 Hoffnung, allein zu sterben;

 Hoffnung, sich bis zuletzt mitteilen zu können;

 Hoffnung, solang es geht einigermaßen klarzukommen;

 Hoffnung, das sich etwas im Facility verbessert;

 Hoffnung, Tränen zeigen und fühlen zu können;

 Hoffnung, Gefühle – alle Gefühle- erkennen zu können;

 Hoffnung, sich mit Gott aussöhnen zu können;

 Hoffnung, dass nach dem Tod nicht alles aus ist;

 

Weitermachen, auch wenn es beschwerlich ist. Es gut sein lassen … auch wenn das noch schwerer fällt. Die Zeit soweit wie möglich nutzen bis der „Schattenmann“ an die Tür klopft um dich abzuholen. Und so folge ich bis dahin in dem Schutz der Dunkelheit/Dämmerung meinem eignen Schatten..........

 

Sagte nicht einst eine Raupe: DAS ist das Ende der Welt !!. Und murmelte nicht der Schmetterling dazu : Nein,es ist erst der Anfang.....................

 

Eine Hoffnung die sich in Rauch auflöst ängstigt Seele und Herz. Doch wenn aber kommt was man begehrt..... ist das sicher wie ein Quell des Lebens.

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Druckversion | Sitemap ; Start 05.2010. Meine Homepage ist nun SSL zertifiziert und autorisiert……..for Sure, Honestly, Authentic and True ..... ...................... ... Impressum unter Contact.